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Verpasste Aufstiegschance

Marko NEU

- Heimische Asche kein gutes Omen

Deutliche Heimniederlage für Herren gegen 1. TC Magdeburg - Herren 30 halten Bronzerang gegen TC Schkopau fest

Verpasste Aufstiegschance

Roßlau/AFR. Alleine neun von insgesamt 12 Punktspielen bestritten die Herren und Herren30 (jeweils 7er Staffeln) im Monat Mai. Nach diesen intensiven Wochen konnten die Tennissportler in drei spielfreien Wochen Kräfte für die spannende Saisonphase sammeln. Auf das Saisonfinale hatte die erste Herrenauswahl hart drauf hin gearbeitet. Alle vier Punktspiele wurden gewonnen (3mal 5:1, 1mal 6:0). Aber auch die Sportler vom 1.TC Magdeburg IV waren viermal erfolgreich, und das sogar mit dem selben Ergebnis (6:0). Somit trafen die beiden Staffelfavoriten ungeschlagen aufeinander. Beide Teams waren im Vorjahr noch in der höheren Landesliga aktiv und stiegen ab. Klar, dass der sofortige Wiederaufstieg das Saisonziel für beide war. Jedoch nur der Staffelsieger würde aufsteigen. Also waren die Blau-Weißen herausgefordert, diese Punktspielbegegnung zu gewinnen. Ein Unentschieden würde den Schifferstädtern nicht ausreichen, da die Landeshauptstädter verlustpunktfrei anreisten. Aber bevor das entscheidende Spiel am Sonntag, 18.6. ausgetragen wurde, griffen die Herren30 am Vortag zu den Rackets.

Herren30 (Landesliga)

Das sechste und letzte Saisonspiel für die Herren 30 stand am Samstag, 17.6. auf dem Programm. Nach drei Saisonsiegen wurde der Höhenflug durch die Vorjahreslandesoberligisten vom TC Krumbholz Bernburg gestoppt. Es folgte Rang zwei. Am fünften Spieltag wurde bei den Vorharzern vom TC GW Aschersleben knapp mit 2:4 verloren und damit die Plätze getauscht. Alle Konzentration im letzten Punktspiel war damit auf die Sicherung des Bronzeranges gelegt. Für die Gäste vom TC Schkopau verlief die hiesige Saison bisher unbefriedigend. Die Platzgäste hatten noch keinen Sieg auf ihrem Punktekonto. Und bei bislang nur drei durchgeführten Punktspielansetzungen (zwei Unentschieden, eine Niederlage) war eine Verbesserung der Bilanz in den Nachholespielen noch möglich. Entsprechend reiste das Schkopauer Team mit seinen Top3-Spielern an.

Für die Roßlauer standen Stefan Höhn, Marko Schneider, André Friedrich und Frank Richter bereit. Damit das selbe Quartett, was in der letzten Hitzeschlacht zwei Matchpunkte den favorisierten Ascherslebenern entführte.

Da zeitgleich die Herren40-Auswahl auf der heimischen 4-Platz-Anlage ein Punktspiel austrug, wurde der Wettkampf auf zwei Courts ausgetragen. Die erste Einzelserie eröffneten sodann Schneider und Richter.

Schneider kam nur zäh in sein Match. Die gewohnte Dominanz mit seiner Vorhand von der Grundlinie konnte er nur selten einbringen und lag 2:5 im ersten Durchgang zurück. Nach dem nächsten Seitenwechsel hatte er auf 4:5 verkürzt und bei eigenem Service und 30:30 war er nur zwei Aufschläge vom Ausgleich entfernt. Wie nah Glück und Pech beieinander liegen können sahen die Zuschauer dann deutlich, denn zwei glücklose Spielzüge später war der erste Gewinnsatz zugunsten seines Herausforderers abgehakt. Im zweiten Durchgang konnte Schneider das Blatt nicht mehr wenden und unterlag (4:6, 1:6 gegen Robert Oschmann). Richter war von Beginn an wach und präsent auf der Asche. Er ließ nicht viel zu und behielt in seiner Partie klar die Oberhand (6:2, 6:1 gegen Ronald Laue).

Mit dem 1:1 aus der ersten Einzelserie griffen anschließend Höhn und Friedrich in das Geschehen ein. Höhn traf dabei im Spitzeneinzel auf Denny Kegel (LK10). Eigentlich wurde dem Schkopauer aufgrund seiner um fünf Leistungsklassen höheren Position die Favoritenrolle zugeschrieben. Aber das Höhn das unbeeindruckt lässt, hatte er bereits beim TC GW Aschersleben gezeigt, als er ebenso im Spitzeneinzel einen Spieler der LK-Stufe 11 nach Satzrückstand noch bezwingen konnte. Entsprechend motiviert ging Höhn vor. Im ersten Durchgang entwickelte sich bis zum 4:4 ein Spiel auf Augenhöhe. Beim Stand von 30:40 hatte der Blau-Weiße sich einen Breakball erarbeitet. Und eigentlich auch verdient, denn der gegnerische Ball landete knapp neben der Seitenlinie. Aber anstatt das Spiel zu unterbrechen returnierte Höhn weiter und verlor den Punkt. Höhn: "Ich war so im Tunnel, da wollte ich den Punkt mit spielerischen Mitteln erzielen." Der verpassten Chance trauerte er nur kurz nach, wenngleich es ein wichtiger Meilenstein zur Satzführung gewesen war. Dennoch konnte dann sein Kontrahent ihn breaken und Durchgang eins war besiegelt. Die Dramatik setzte sich im zweiten Satz fort. Der auf dem Spielbogen stehende Klassenunterschied war nicht ersichtlich. Höhn spielte ebenbürtig. Am Ende war es nur jeweils ein Break was ihm zum Sieg fehlte (4:6, 4:6 gegen Denny Kegel). Friedrich bestritt das Match mit seinem Zweitracket. Und wie von Geisterhand konnte er seiner Vorhand vertrauen, die ihn bei den bisherigen Punktspielen im Stich ließ. Raffiniert und mit minimalistischem Aufwand gestaltete er den ersten Satz. Auch im zweiten Teil ließ er nichts anbrennen und glich für die Blau-Weißen aus (6:0, 6:4 gegen Tino Schwepper).

Niederlage, Unentschieden oder Sieg: der Ausgang der Punktspielbegegnung war nach den Einzeln vollkommen offen. 2:2, 4:4 und 37:31 stand es auf dem Papier. Mindestens ein Unentschieden musste erzielt werden, um den gesamten Bronzerang beizubehalten. Also sollte noch ein Doppelsieg folgen. Die Paarungen Höhn/Schneider und Friedrich/Richter sollten es richten. Friedrich/Richter wollten ihre bislang lupenreine Doppelbilanz mit drei Siegen über das letzte Punktspiel behalten und gingen selbstbewusst in die Partie. Aber in diesem Doppel bekamen sie einfach keinen Zugriff auf die Netzduelle. Hier waren die Schkopauer abgeklärter. Mit dem ersten Durchgang wurde die Taktik umgestellt. Beide agierten von der Grundlinie. Diese Variantenveränderung schien anfänglich auch erfolgversprechend und Punkt um Punkt wurde erzielt. Auf lange Sicht hatten die Platzgäste aber auch hierauf die besseren Antworten parat. Je Satz ein Break Vorsprung reichte und die Schkopauer gingen in der Gesamtwertung in Führung (4:6, 4:6 gegen Oschmann/Laue). Die Schiffertstädter standen mit dem Rücken zur Wand. Zeitgleich ging es auf dem Center Court heiß her. Den ersten Satz hatten Höhn/Schneider bereits vereinnahmt und den zweiten abgeben müssen. Ein brisanter Durchgang entwickelte sich. Beide Paarungen hatten ihre Fehlerquoten minimiert. Die Zuschauer sahen ein hochklassiges Doppelmatch. Da Höhn/Schneider ihre Einzelmatches verloren hatten waren sie umso verbissener, auch mit einem Erfolgserlebnis beitragen zu können. Dieser Siegeswille war es auch, der sie in der entscheidenden Phase trug. Herausragende Bälle gelangten beiden und sie behielten am Ende im Spitzendoppel die Nase vorn (7:5, 3:6, 6:4 gegen Kegel/Schwepper).

Mit 3:3 erzielen die Blau-Weißen ihr erstes Unentschieden in der heurigen Saison. Leistungsgerechte Punkteteilung.

Ein sprichwörtlicher Teamerfolg. Jeder Spieler konnte sich in die Gewinnerliste eintragen und seinen individuellen Beitrag leisten!

Nach einem Jahr Pause bei den Herren30 beenden die Elbestädter die Landesliga auf Tabellenrang drei bei 7 Teams. In 2015 war es nur ein enttäuschender Rang 5 bei nur 6 Teams.

Friedrich:"Wir sind zurück! Sofort wieder auf dem Treppchen. Nur wenige hatten uns zum Saisonanfang auf ihrem Zettel. Und bei den verlorenen Begegnungen rückten Teams mit ihrem Landesoberligakader an. Das spricht für unsere Qualität, die über die Stadtgrenzen hinaus beachtet wird."

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Marko Schneider, André Friedrich, Frank Richter

Herren (Bereichsliga)

Es war alles für ein verdientes Punktspielfinale angerichtet. Zwei ungeschlagene Teams trafen aufeinander. Zwei Rivalen von der Elbe mit dem selben Ziel: Wiederaufstieg. Die Sportler vom 1. TC Magdeburg IV trafen Sonntag Vormittag auf der Anlage am Streetzer Weg ein. Einwenig verspätet, denn ein Wildunfall auf der Anfahrt hatte kurzzeitig die Landeshauptstädter aus dem Zeitplan geworfen. Auch wenn die Statuten bei unpünktlicher Anreise für die Blau-Weißen sprachen, so einigte man sich auf die Austragung des Spieltages. Friedrich: "Die Blau-Weißen sind für ihr FairPlay bekannt. Wir wollen spielen. Der Sieger soll auf dem Platz bestimmt werden."

Eine Kampfansage! Dieser wurde noch mehr Bedeutung beigemessen als klar wurde, wer von Magdeburger Seite mit in die Schifferstadt angereist war. Mit drei Spielern (LK 9, 10, 10) stand nahezu der vollständige Landesoberligakader bereit, um dem jungen Team um den 16jährigen Kapitän Daniel Bock mit all deren Spielerfahrung unter die Arme zu greifen.

Das Roßlauer Quartett bildeten Matthias Allmich, Stefan Höhn, André Friedrich und Frank Richter. Bis auf Allmich, der für Schneider ins Geschehen eingreifen sollte, waren alle anderen Spieler am Vortag bei den Herren aktiv im Einsatz. Sie vertrauten ihren Kraftreserven. Höhn und Richter eröffneten sogleich auch die erste Einzelserie. Richter traf dabei auf den agilen Gästekapitän. Zur Begeisterung der Zuschauer rief Richter seine beste Saisonleistung ab. Bis zum 4:4 im ersten Durchgang war kein Klassenunterschied zwischen beiden Kontrahenten ausmachbar. Beide breakten gegenseitig die gegnerischen Aufschläge. Diese Spielentwicklung vernahmen auch die anderen Magdeburger Teamkollegen, die nunmehr die Möglichkeit des Coachings aktiv für ihren Schützling nutzten. Und mit erhoffter Wirkung: der erste Satz ging 6:4 für die Gäste auf. Zu Beginn des zweiten Durchgangs rutschte Richter beim Erlaufen eines Stoppballs in die Netzbefestigung. Die anschließende technische Auszeit zur Überprüfung und Einstellung der Netzhöhe nutzte er, um sich von dem Vorfall zu erholen. Aber abschütteln konnte er die Gedanken an eine muskuläre Beeinträchtigung nicht vollständig. So kam er vollkommen aus dem bis dato erfolgversprechendem Tritt und konnte nicht mehr an seine Leistung im ersten Satz anknüpfen (4:6, 0:6 gegen Daniel Bock). Höhn traf wie am Vortag auf einen Spieler mit der LK10. Und wie der vermeintliche Underdog gegen favorisierte Gegner mithalten kann, hatte er da bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Einen packenden ersten Gewinnsatz wurde den Zuschauern geboten. Höhn konnte diesen sogar im Tie-Break gewinnen. Nicht unverdient wie sich in der Folge zeigte, denn er war es, der dem Match die spielerischen Akzente verlieh. So stand es im zweiten Durchgang 4:1 und 40:15. Der Weg zum Sieg schien geebnet. Wie von Geisterhand kippte jedoch plötzlich die Partie. Höhn musste dem hohen und kräftezehrenden Tempo Tribut zollen. Er konnte sich nicht die ihm zustehende Siegerkrone aufsetzen (7:6, 4:6, 0:6 gegen Jörn Schramek).

War die Hoffnung der Blau-Weißen mit den Magdeburgern mithalten zu können nach der ersten Einzelserie noch hoch, so wurde diese in den ausstehenden Matches zunichte gemacht. Der Klassenunterschied bei Allmich und Friedrich war deutlich zu erkennen. Allmich gelang immerhin noch ein Ehrenpunkt (1:6, 0:6 gegen Sören Brauns). Friedrich ging gegen den um 8 Leistungsklassen höher gestuften Fabio Antemann vollkommen unter (0:6, 0:6).

Somit war die Punktspielbegegnung bereits nach den Einzelmatches entschieden. Ein 0:4-Rückstand konnte in den Doppeln nicht mehr gedreht werden. Vielmehr ging es den Schifferstädtern darum, Ergebniskosmetik zu betreiben und sich möglichst teuer zu verkaufen. Dies gelang Allmich/Höhn im Spitzeneinzel auch sehr gut. Beide boten den Gästen die Stirn. An der Seite des Magdeburgers Brauns schlug der 17jährige Luca Büttner auf. Dieser kam für Antemann zum Einsatz, der seine Pflichtaufgabe im Einzel abgeliefert hatte. Für ein Doppel außergewöhnlich lange Ballwechsel lieferten sich die Kontrahenten. Und immer war es Brauns, der an diesem Tag die härteste Nuss zum Knacken war. Nur jeweils ein Break zum Satz- und schließlich Matchgewinn reichte den Landeshauptstädtern (4:6, 4:6 gegen Brauns/Büttner). Um Friedrich/Richter war es da nicht besser bestellt. Am liebsten hätten beide dieses Wochenende aus Sicht der Doppelergebnisse abgehakt. Die zuvor lupenreine Bilanz in der Doppelsaison bekam empfindliche Rückschläge. Gegen die Paarung Schramek/Bock fanden Sie keine Mittel die Dominanz am Netz zu unterbinden. Der erste Satz war rasch besiegelt. Im zweiten Durchgang hatten die Schifferstädter es selbst in der Hand eigene Spielbälle zum 2:2 zu nutzen und dran zu bleiben. Aber kleine Unaufmerksamkeiten reichen aus und werden bei dem Niveau gnadenlos bestraft. Wieder war es der erfahrenere Magdeburger Spieler (Schramek), der einen Youngster - nämlich den 16 jährigen Bock - mitzog (0:6, 1:6).

Achtsam aber ohne nennenswerte Punkte verlieren die Hausherren das wichtigste Saisonspiel mit 0:6. Friedrich: "Es ist schon beeindruckend, aus welchem hochkarätigem Kader die Magdeburger schöpfen können, um somit die Nachwuchstalente auf das Niveau in der Landesliga im kommenden Jahr vorzubereiten. Rückblickend war unsere Saison dennoch bemerkenswert." Und vielleicht haben die Roßlauer nächste Saison mehr Glück bei der Staffeleinteilung, denn von den letztjährigen vier Absteigern (jeweils zwei je Staffel) aus der Landesliga, waren gleich zwei in einer Bereichsligastaffel gruppiert, nämlich Roßlau und Magdeburg. Doch dabei gibt es heuer insgesamt vier Bereichsligastaffeln.

Roßlau spielte mit: Matthias Allmich, Stefan Höhn, André Friedrich, Frank Richter

 

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TC Blau-Weiß Roßlau e.V.

Streetzer Weg 7a
06862 Dessau-Roßlau

Tel: 034901/86081


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