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Vom Jäger zum Gejagten

Allmich M

Beide Herrenteams zur Saisonmitte auf Aufstiegsplatz - Jeweils 5:1 Siege gegen TC Jessen (Herren30) und TC Rotehorn Magdeburg (Herren)

Jessen/Magdeburg/AFR. Auch am dritten Punktspielwochenende mussten die Blau-Weißen Herrenteams an zwei aufeinanderfolgenden Tagen antreten. Und diesmal komplett in der Fremde. Am Samstag, 13.5. reisten die Herren30 zu den Sportlern vom TC Jessen und am Sonntag gastierten die Schifferstädter mit der 1. Herrengarde in der Landeshauptstadt beim TC Rotehorn.

Herren30 (Landesliga)

Nachdem in der Vorwoche sich die direkten Mitfavoriten vom TC Krumbholz Bernburg und dem TC GW Aschersleben unentschieden trennten, zogen die Elbestädter als lachender Dritter vorbei. Nun waren die Bernburger als spielfreies Team zum Zuschauen verdammt. Jene Situation, die die Jessener Sportler am vorherigen Spieltag inne hatten. Nach deren herbem 0:6 Saisonauftakt wollten die Jessener ihren ersten Heimsieg in dieser Saison feiern. Sicherlich war diese Hoffnung nicht unberechtigt, denn die vergangenen Auseinandersetzungen beider Teams endeten stets eng. Das letzte Aufeinandertreffen im Jahr 2015 ging sogar mit 5:1 an Jessen. Die Blau-Weißen wollten ihrerseits die bisherige Siegesserie (5:1 vs. PTSV Halle; 4:2 vs. TG SG Drosa) weiter fortsetzen. 

In die Nähe der Lutherstadt reisten Daniel Scheffer, Matthias Allmich, Stefan Höhn und André Friedrich.

Alle vier konnten sodann auch zeitgleich ihre Einzel auf der schönen 4-Platzanlage starten.

Allmich bewies einmal mehr seine Nervenstärke. Im ersten Gewinnsatz lag er bereits mit 1:4 bzw. 3:5 im Rückstand. Davon ließ er sich jedoch nicht aus seinem Konzept bringen. Wie bereits bei seinen bisherigen Punktspieleinsätzen steigerte er sich im Matchverlauf und brachte den ersten Durchgang nach Hause. Bei seiner Aufholjagd machte er 10 Spiele in Folge und gab keinen weiteren Punkt mehr ab (7:5, 6:0 gegen Maik Fischer). 

Friedrich startete schnell und konsequent. Nach der resultierenden 3:0 Führung geriet sein Match ins Stocken und sein Herausforderer konnte aufschließen. Breakbälle zum 3:4 konnte Friedrich abwehren und dank seiner langjährigen Matcherfahrung das Kippen der Partie verhindern. Der zweite Durchgang lief dann reibungslos ab (6:4, 6:1 gegen Mario Lux). 

Höhn bot in seinem Einzel eine starke Vorstellung. Mit druckvollen Grundlinienschlägen kaufte er seinem Kontrahenten stetig den Schneid ab und sicherte sich Gewinnsatz eins. Im zweiten Durchgang wechselte die Führung mit jedem Seitenwechsel hin und her. Beim 4:5 konnte Höhn sogar Satzbälle des Jessener Thieme abwehren. Gestärkt aus diesem Momentum ging Höhn hervor und bescherte den Blau-Weißen den dritten Einzelpunkt (6:3, 7:5 gegen Michael Thieme).

Die Aufgabe Scheffers im Spitzeneinzel war sehr hoch. Gegen den um zwei Leistungsklassen höher platzierten Schmidt entwickelte sich eine erwartet spannende Partie. Die Zuschauer bekamen eine dramatische Darbietung geboten. Scheffer kam zusehends auch besser mit der beidhändigen Vor- und Rückhand des Heimkapitäns zurecht. In den entscheidenden Momenten fehlte ihm jedoch Fortune und sein Kampf blieb unbelohnt (3:6, 3:6 gegen Thomas Schmidt). 

Durch diesen Einzelpunkt konnten die Jessener auf 1:3 in der Gesamtwertung aufschließen und die Minimalchance auf ein Unentschieden wahren. Die Blau-Weißen waren jedoch siegeshungrig und strebten mehr als eine Punkteteilung an. So überraschten die Elbestädter die Hausherren mit einer mutigen Nominierung der Doppelpaarungen. Mit Scheffer/Friedrich und Allmich/Höhn war die Marschroute Richtung Gesamtsieg klar abgesteckt.

Beide Doppel starteten sehr engagiert und die Belohnung mit dem jeweiligen Satzgewinn war schnell verdient quittiert. Im zweiten Durchgang starteten Scheffer/Friedrich obgleich ihrer Führung ungewohnt nervös und lagen plötzlich 0:2 im Rückstand. Zudem kam der Topspieler Schmidt immer stärker auf und riß die Partie bis zum Satzausgleich an sich. Auf dem Nebencourt hatten Allmich/Höhn zu jeder Zeit ihre Partie im Griff. Nach ihren überragenden Einzelleistungen krönten sich beide auch mit dem Doppelsieg (6:3, 7:5 gegen Thieme/Krug). 

Damit war zugleich auch am Roßlauer Gesamtsieg nicht mehr zu rütteln. Diesen Rückenwind konnten Scheffer/Friedrich im dritten Gewinnsatz nutzen und spielten befreit auf. Sie legten einen verlustpunktfreien Verlauf hin und siegten schließlich im Spitzendoppel (6:3, 2:6, 6:0 gegen Schmidt/Lux).

Mit dem 5:1 entführen die Blau-Weißen wichtige Zähler aus Jessen und behalten auch nach dem dritten Spielttag ihre weiße Weste. Wieviel ihr erster Tabellenplatz wert ist, wird sich in den beiden kommenden Punktspielen entscheiden. Am Samstag, 20.5. kommt um 14 Uhr der bisherige Tabellendritte TC Krumbholz Bernburg an die Elbe und genau eine Woche später am Samstag, 27.5. wird sich mit dem Tabellenzweiten TC GW Aschersleben duelliert. Beobachter sind sich sicher, dass zwischen diesen drei Teams der nächste Aufsteiger in die Landesoberliga ermittelt wird. 

Roßlau spielte mit: Daniel Scheffer, Matthias Allmich, Stefan Höhn, André Friedrich

Herren (Bereichsliga)

Nach jeweils zwei Siegen (5:1 gegen Sport- und Gesundheitszentrum Mittelland; 5:1 gegen SV Sportlust Gröna 1928) wollten die Blau-Weißen Herren im Fernduell mit den Sportlern vom 1. TC Magdeburg IV (zwei 6:0 Siege) Schritt halten. Diesmal führte es die Schifferstädter zum TC Rotehorn Magdeburg. Auf der 6-Platz-Tennisanlage im idyllischen Stadtpark zwischen zwei Elbarmen konnten die Herren aufgrund anderer Punktspielansetzungen nur auf zwei Courts starten. 

Für die erste Einzelserie gingen Marko Schneider und Frank Richter auf die rote Asche. 

Schneider kam langsam in sein Match und lag plötzlich mit 1:4 in Rückstand. Zusehends riss er die Spielführung an sich und brachte gekonnt seine Vorhand besser zum Einsatz. Dabei zeigte er eindrucksvoll sein beherrschtes Cross-Spiel mit intelligenten Winkeln. Schneider verkürzte auf 4:5 und war wieder in Schlagdistanz. Jedoch ein Break Vorsprung reichte seinem Gegner um den ersten Gewinnsatz zu beenden. Auch im zweiten Durchgang war es Schneider, der die spielbestimmenden Akzente setzte. Leider gelang es ihm nicht den Magdeburger zu breaken und er unterlag (4:6, 2:6 gegen Marcus Iden).

Richter bekam es in seinem Match mit einem aufstrebendem Newcomer der Landeshauptstädter zu tun. Gegen den erst 18jährigen Hoffnungsträger Kopp zog Richter jedoch schnell davon. Er dominierte die Partie nach Belieben und siegte ungefährdet (6:0, 6:0 gegen Paul-Philipp Kopp). 

Die zweite Einzelserie komplettierten Scheffer und Friedrich. Während Friedrich ungefährdet seinen Herausforderer deklassierte und die Höchststrafe verteilte (6:0, 6:0 gegen Christian Künzel) war Scheffer gefragt wie noch nie in dieser Saison. Bei einer Niederlage würde Magdeburg aufschließen und die Dramatik in die Doppel überführen. Bei einem Sieg hingegen würde er einen wichtigen Schritt auf der Blau-Weißen Siegerstraße machen. Eine spannende Begegnung wurde den Zuschauern geboten. Beide Kontrahenten lieferten sich im Spitzeneinzel lange Ballwechsel. Doch mit zunehmender Ballwechseldauer wurden Scheffers Returns kürzer und landeten im Halbfeld. Dies nutzte der Magdeburger konsequent aus und ging 5:1 in Führung. Beim 15:40 musste Scheffer die ersten beiden gegnerischen Satzbälle abwehren. Es gelang! Dies war sogleich auch die spielerische Wende. Punkt für Punkt verkürzte der Schifferstädter den Rückstand und rettete sich in den Tie-Break. In diesem zeigte er souveräne Aufschläge und servierte ein wichtiges Ass. Mit 7:4 ging der Tie-Break verdient an den Kapitän. Mit Selbstvertrauen ausgestattet startete er den zweiten Satz. Beim Stand von 2:1 musste sein Match unterbrochen werden. Der zwischenzeitlich einsetzende Nieselregen entwickelte sich zum Starkregen. Aber auch diese unfreiwillige Pause brachte ihn nicht mehr aus dem Konzept. Voller Siegdrang kam er zurück. Sein Gegner versuchte nun den aufgeweichten Boden zu nutzen und stellte sein Spiel auf Slice um. Aber darauf hatte Scheffer immer die richtige Antwort parat. Er siegte erstmals in dieser Saison gegen einen höher eingestuften Leistungsklassenspieler (7:6, 6:3 gegen Steven Anger).

Mit dem 3:1 Zwischenstand hatten sich die Roßlauer eine ideale Ausgangssituation erschaffen, um die Doppel aufzustellen. 

Einen wichtigen Siegpunkt sollten Friedrich/Richter bringen. Sie trafen auf ihre jeweiligen Einzelgegner. Wie in den Einzeln konnten die Hausherren auch im Doppel nicht viel entgegensetzen. In jedem Durchgang ließen Friedrich/Richter nur einen Punkt zum Satzanfang zu und erledigten ihre Pflichtaufgabe (6:1, 6:1 gegen Künzel/Kopp). 

Im Spitzendoppel hatten Scheffer/Schneider eine gleichwohl schwierigere Aufgabe zu lösen. Schneider konnte wie im Einzel mit seiner Vorhand die Spielzüge einleiten und Scheffer vertraute auf seine einhändige Rückhand. Dieses Vorgehen sicherte beiden die verdiente Satzführung. Im zweiten Satz kamen die Magdeburger wieder auf. Sie stemmten sich gegen die drohende Niederlage und glichen aus. Im entscheidenden Durchgang überwog wieder die spielerische Phase der Blau-Weißen. Sie ließen sich die Butter nicht mehr Brot nehmen und sicherten den fünften Punkt (6:2, 4:6, 6:1 gegen Anger/Iden). 

Auch das dritte Punktspiel der Herren in der Bereichsliga endet verdient mit einem 5:1 Gesamtsieg. Gleichzeitig bleibt man den Sportlern vom 1. TC Magdeburg IV auf den Fersen, die wiederum ihren dritten Spieltag zum dritten Mal mit 6:0 (gegen SV Sportlust Gröna) abschlossen. Alles läuft auf einen Showdown beider Vorjahreslandesligisten hin. Beide Teams treffen am So, 18.6. aufeinander. Zuvor spielen beide Teams gegen die TG SG Drosa II. Magdeburg empfängt am 21.5. Drosa und Roßlau ist spielfrei. Am 28.5. sind die Blau-Weißen Gastgeber für die Drosaer und die Magdeburger sind zum Zuschauen verdammt. 

Roßlau spielte mit: Daniel Scheffer, Marko Schneider, André Friedrich, Frank Richter

 

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TC Blau-Weiß Roßlau e.V.

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